Ehemaligentreff
Gute Laune an ungewohntem Ort
Der Rentnertreff der Stadtverwaltung ist ein fester Termin im Kalender und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. Wieder kamen rund 70 ehemalige Mitarbeitende gut gelaunt zusammen – dieses Mal nicht wie gewohnt im Ratssaal, sondern in den Räumen des VfR Altenmünster – und verbrachten einen Nachmittag voller schöner Begegnungen und Erinnerungen.
„Es ist schön, dass so viele von Ihnen unserer Einladung auch hier nach Altenmünster gefolgt sind. Sie alle haben unsere Stadt mitgestaltet, Verantwortung übernommen und Entwicklungen geprägt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer bei der Begrüßung. „Und diese Verbindung bleibt – auch über den aktiven Dienst hinaus.“
Aktuelle Projekte
Wie gewohnt gab der Oberbürgermeister den Anwesenden einen kurzen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Stadt. Vom Spatenstich für den Neubau der Realschule zur Flügelau bis zum Bau des neuen Freizeitbads im Maulachtal wurden einige wichtige Bauvorhaben auf den Weg gebracht. Im sozialen Bereich bündelt die neu geschaffene Sozialplattform viele Informationen und bietet Orientierung, der Stadtseniorenrat hat – unterstützt durch die Stadt – seine Begegnungsstätte direkt neben dem Rathaus eröffnet.
Einen Fokus setzte Dr. Grimmer auf die Entwicklung der Digitalisierung innerhalb der Verwaltung: Neben dem digitalen Entgeltnachweis mit der App „Brifle“ und einem KI-basierten Chatbot auf der Internetseite www.crailsheim.de steht den Mitarbeitenden mit „nele.ai“ mittlerweile auch ein KI-Tool für die tägliche Arbeit zur Verfügung.
Auf politischer Ebene waren die Oberbürgermeisterwahl im vergangenen November, die Wahl des Jugendgemeinderates sowie einige überregionale Veranstaltungen vor Ort zu nennen. „Crailsheim ist ein gefragter und geschätzter Standort“, schloss der Oberbürgermeister daraus.
Blick in die Zukunft
Und doch sei es nicht an der Zeit, auszuruhen – es bleibe viel zu tun. Zunächst steht noch in diesem Jahr die Nachbesetzung der Beigeordnetenstelle an, da Jörg Steuler altersbedingt ausscheiden wird. Daneben bleibt die Entwicklung der Innenstadt ein zentrales Thema. Für die Freiraumplanung wurde ein Planungswettbewerb durchgeführt, derzeit laufen die Verhandlungen mit dem Siegerbüro. Die Umgestaltung des Volksfestplatzes schreitet gut voran, die Tiefgarage unter dem Schweinemarktplatz wird derzeit saniert, das Parkraummanagement wird überarbeitet. Und: Mit dem ersten Stipendiaten für ein Studium der Humanmedizin ist der erste Schritt zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in Crailsheim gemacht.
Die Personalratsvorsitzende Ulrike Fischer freute sich im Anschluss sehr über das große Interesse seitens der Ehemaligen: „Auch wenn der Grund für den ungewohnten Veranstaltungsort wegen der Sanierung der Tiefgarage eher pragmatischer Natur ist, darf ich feststellen, dass auch ein Ortswechsel uns nicht davon abhält, zusammenzukommen, Erinnerungen auszutauschen und einfach gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen.“
Unterhaltsames Programm
Dazu trug auch Stadtarchivar Folker Förtsch seinen Teil bei, der wie im Vorjahr einige bemerkenswerte „Crailsheimer Geschichtspunkte“ in Form eines Vortrags im Gepäck hatte. Dieses Mal ging es vor allem um das Thema „Wasser“. Welche Schwimmmöglichkeiten gab es in Crailsheim, bevor die ersten Schwimmbäder eröffnet wurden? Woher hat der Stadtteil Türkei eigentlich seinen Namen? Wie kam es zum Namen Schwanenteich? Und wieso konnte man einst von der „Crailsheimer Seenplatte“ sprechen? Die Ehemaligen schwelgten gerne in den Erinnerungen, teilten ihre Erlebnisse und engagierten den Stadtarchivaren gleich für das kommende Jahr, wenn es um das Thema „Kulinarik“ gehen soll.
Bei Butterbrezeln, Hefezopf und Getränken klang der Nachmittag gemütlich aus – nicht zuletzt mit einem Lächeln auf den Gesichtern der Ehemaligen angesichts der Vorfreude, dies im kommenden Jahr wiederholen zu können. Und es zeigte sich, dass Oberbürgermeister Dr. Grimmer mit seiner Einschätzung zu Beginn recht hatte: „Nicht der Ort macht die Gemeinschaft aus, sondern die Menschen, die zusammenkommen.“