Jugend und Auszubildende

Gemeinsam neue Wege gehen

Eine junge Leute sitzen vor Flipcharts an einem Tisch
Auch die Vertreterinnen und Vertreter der JAV kamen zu Wort und gaben einen Überblick über ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten.

Bei der Jugend- und Auszubildendenversammlung der Stadtverwaltung wurde wieder einmal deutlich, dass der Nachwuchs einen hohen Stellenwert hat – Mitsprache ist hier nicht nur erlaubt, sondern wird ausdrücklich gewünscht. Gemeinsam mit den jungen Mitarbeitenden will die Stadtverwaltung neue Wege gehen.

Aktiv werden, sich einbringen, neue Chancen und Möglichkeiten nutzen: Wie wichtig dies im Arbeitsleben ist, betonte Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer, als er im Rahmen der Jugend- und Auszubildendenversammlung das Wort an die 20 anwesenden Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung richtete. Gemeinsam mit Georg Töws, Ressortleiter Verwaltung, den Vertreterinnen und Vertretern der JAV und dem stellvertretenden Personalratsvorsitzenden Olaf Walch, nutzte der Oberbürgermeister die Gelegenheit, um den jungen Mitarbeitenden die Bedeutung von Ausbildung, Kommunikation und Mitbestimmung näher zu bringen.

„Wir brauchen bei der Stadtverwaltung engagierte, neugierige Nachwuchskräfte, die bereit sind, neue Wege mitzugehen“, sagte Grimmer und richtete den Blick unter anderem auf die vielfältigen Möglichkeiten der KI, die bereits jetzt schon bei der Stadt Crailsheim zum Einsatz kommen. „Die Aufgaben, Arbeitsweisen und Anforderungen ändern sich. Wir wollen die KI im Arbeitsleben nicht als Bedrohung, sondern als Unterstützung sehen. Nutzen Sie gerne diesen Bereich und all die Möglichkeiten, die er mit sich bringt“, rief Grimmer dazu auf, die aktuellen Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Wichtige Säule der Verwaltung
Auch Georg Töws richtete einige Worte an die Nachwuchskräfte: „Sie sind eine wichtige Säule der Stadtverwaltung und wir möchten Sie im Rahmen der Ausbildung bestmöglich begleiten“, sagte er und informierte die Anwesenden noch über die Ergebnisse des Tarifabschlusses 2025, wonach die Auszubildenden in Summe 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung und ab 2027 einen weiteren Urlaubstag erhalten.

„Eine unbefristete Übernahmegarantie hingegen gibt es so nicht“, stellte er klar – hierbei müssten gewisse Bedingungen erfüllt sein. „Zum einen muss die Ausbildung mindestens mit Befriedigend abgeschlossen werden, zum anderen muss es natürlich eine freie Stelle geben. Sollte das nicht der Fall sein, geben wir Ihnen einen befristeten Vertrag und nutzen die nächstbeste Gelegenheit auf eine unbefristete Stelle. Denn eins ist klar: Wir möchten natürlich mit Ihnen dauerhaft planen“, so Töws.

Einige junge Leute sitzen an einem Tisch, ein Mann steht daneben
Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer betonte bei der Jugend- und Auszubildendenversammlung den Stellenwert der Nachwuchskräfte für die Stadtverwaltung.

JAV zeigt neue Blickwinkel
Olaf Walch, stellvertretender Personalratsvorsitzender, betonte die Bedeutung der JAV in der Stadtverwaltung. „Die JAV gibt den jungen Beschäftigten eine Stimme und zeigt uns Älteren immer wieder andere Blickwinkel auf. Für dieses Engagement möchte ich auch einmal Danke sagen, denn das ist nicht selbstverständlich“, so Walch. Madlen Merz, Maike Földesi und Philip Frescura gaben dann als Vertreterinnen und Vertreter der JAV noch einen kurzen Überblick über ihre vielfältigen Aufgaben, Rechte und Pflichten.

Dazu gehören unter anderem die Überwachung der Einhaltung von Ausbildungsstandards und Jugendarbeitsschutz, die Rolle als vertraulicher Ansprechpartner für die Nachwuchskräfte und als deren Sprachrohr, das Mitsprache- und Stimmrecht im Personalrat und Aktionen und Veranstaltungen wie Einführungstage, Winter- und Sommerausflüge, Willkommensabende oder auch Netzwerktreffen mit anderen JAVs. „Mich hat vor allem sehr beeindruckt, wie ihr die Öffentlichkeitsarbeit angegangen seid“, ergänzte Walch.

Weiterhin viel vor
Auch für dieses Jahr haben sich die JAV und die jungen Auszubildenden der Stadtverwaltung noch einiges vorgenommen, unter anderem gemeinsame Projekte mit dem Baubetriebshof. Hierzu wurde im Rahmen der Jugend- und Auszubildendenversammlung abgefragt, welche Bereiche die Nachwuchskräfte interessieren würden – vorgeschlagen wurden Ideen wie den Festzugswagen des Gemeinderates am Volksfest zu bauen, Sitzbänke an der Realschule am Karlsberg aufzustellen, Kreisverkehre mit Blumen zu verschönern, den Baubetriebshof beim Aufbau des Kulturwochenendes oder des Eilooders für das Volksfest zu unterstützen, Weihnachtsbäume zu verteilen, die Malerei oder Schreinerei zu unterstützen, beim Frühjahrsputz eine eigene Gruppe zu bilden, Bäume zu pflanzen, Spielgeräte und Möbel für Kindergärten zu bauen oder Sitzmöglichkeiten für städtische Flächen zu bauen oder zu organisieren.

„Wir haben diese Ideen mit dem Baubetriebshof abgesprochen und werden nun sehen, was wir alles umsetzen können“, sagte Merz. Im Mai startet die genauere Planung und bereits im Sommer sollen einige Dinge angepackt werden – ganz im Sinne des Oberbürgermeisters, der sagte: „Bringen Sie sich ein, gestalten Sie aktiv mit – wir hier bei der Stadtverwaltung sind ein großes Team und wollen gemeinsam unsere Stadt jeden Tag ein Stück besser machen.“

(Erstellt am 05. Mai 2026)