Sanierungsarbeiten

Vollsperrung der Blaufelder Straße

Der Treppenabgang zu einer Unterführung, die mit Graffitis geschmückt ist
Die Graffitis in der Unterfühung bleiben erhalten. Die Arbeiten werden schnellstmöglich durchgeführt, damit die Belastungen so gering wie möglich bleiben.

Wegen Sanierungsarbeiten an der Fußgängerunterführung am Schwanensee muss die Blaufelder Straße inklusive Gehweg auf einer Länge von etwa 100 Metern vom 3. August bis voraussichtlich 4. September 2026 gesperrt werden.

In diesem Zeitraum ist die Blaufelder Straße nur aus Richtung Satteldorf befahrbar: Die Umleitung läuft einspurig über die Schillerstraße am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Richtung Innenstadt. Stadtauswärts verläuft die Umleitung über die Karlstraße und Wilhelmstraße sowie über die Nordwestumfahrung in Richtung A6. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Einschränkungen in dieser Zeit.

An der Fußgängerunterführung am Schwanensee laufen derzeit umfangreiche Sanierungsarbeiten. Das Bauwerk gehört zwar dem Regierungspräsidium, die Stadt Crailsheim übernimmt jedoch die Umsetzung der Maßnahme.

Umfangreiche Arbeiten am Bauwerk
Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die Sanierung des Überbaus, also der Betondecke, sowie die Erneuerung der Abdichtung. Dafür muss der gesamte Bereich zunächst freigelegt werden. Anschließend werden der alte Schutzbeton und die bestehende Abdichtung entfernt, Betonschäden im und am Bauwerk beseitigt sowie neue Übergangsprofile eingebaut. Danach erhält der Überbau eine neue Abdichtung und Schutzschicht, bevor Fahrbahn, Gehwege und Grünflächen wiederhergestellt werden.

Sicherheit für Fuß- und Radverkehr
Auch die Sicherheit wird verbessert: Die bisherigen Geländer mit einer Höhe von knapp einem Meter werden durch neue, 1,30 Meter hohe Geländer ersetzt. Diese entsprechen den heutigen Anforderungen, insbesondere für den Radverkehr. Zudem wird unter der Unterführung eine neue vandalismussichere Beleuchtung installiert. Die Gehwege im direkten Umfeld werden ebenfalls erneuert und an die bestehenden Asphaltflächen angepasst. Während der Bauzeit werden die angrenzenden Bäume durch besondere Schutzmaßnahmen an Stamm und Wurzeln gesichert.

Graffiti bleibt erhalten
Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, was mit dem von Schülerinnen und Schülern gestalteten Graffiti an der Unterführung passiert. Dieses soll grundsätzlich erhalten bleiben. Da die Sanierungsarbeiten jedoch unmittelbar am Bauwerk erfolgen, ist nicht auszuschließen, dass einzelne Bereiche des Kunstwerks beschädigt werden.

An den Bushaltestellen ändert sich dagegen nichts. Sie wurden bereits 2023 barrierefrei umgebaut und erfüllen die aktuellen Anforderungen. Oberirdisch werden nach Abschluss der Arbeiten lediglich die betroffenen Fahrbahn- und Gehwegbereiche wiederhergestellt.

Eine Kasrte mit Umleitungseinzeichnungen
Stadteinwärts gibt es eine Umleitung am ASG vorbei, stadtauswärts geht es über die Nordwestumgehung.

Warum eine Vollsperrung notwendig ist
Im Zusammenhang mit der Baustelle sorgt auch die Umleitung für Fragen. Die verschiedenen Möglichkeiten wurden im Vorfeld sorgfältig geprüft. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten konnten jedoch weder eine halbseitige Verkehrsführung noch eine Verkehrsführung in beide Richtungen über den Schwanensee sicher umgesetzt werden. Die Straße ist dafür zu schmal und weist zudem mehrere Verschwenkungen auf. Andere Varianten hätten erhebliche Eingriffe in den Baumbestand oder eine deutlich längere Bauzeit zur Folge gehabt.

Für den Lkw-Verkehr wird deshalb das bestehende Fahrverbot in der Karl- und Wilhelmstraße während der Bauzeit vorübergehend aufgehoben. Die dortige Fahrbahnbreite von 7,50 Metern ermöglicht eine sichere Verkehrsführung. Die Bauzeit wurde bewusst in die Sommerferien gelegt, um die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten. Bei der Planung musste außerdem berücksichtigt werden, dass der Bahnübergang in der Beuerlbacher Straße – eine Maßnahme der Deutschen Bahn – länger gesperrt bleibt als ursprünglich vorgesehen.

Darüber hinaus spielte auch die Verfügbarkeit der beauftragten Fachfirmen eine wichtige Rolle bei der Terminplanung. Trotz der Einschränkungen wurde die gewählte Umleitung daher als insgesamt sicherste und praktikabelste Lösung bewertet.
 
Verkehrsüberwachung in der Umleitung
Um die Sicherheit auf der Umleitungsstrecke zusätzlich zu erhöhen, wird die Einhaltung der geänderten Verkehrsführung überwacht. Hierzu kommt auch ein Blitzer zum Einsatz, der Verstöße gegen die Einbahnstraßenregelung erfasst. Hintergrund ist, dass es trotz der ausgeschilderten Umleitung immer wieder vorkommt, dass Verkehrsteilnehmer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fahren und dadurch sich selbst sowie andere gefährden.

Die Maßnahme dient ausschließlich der Verkehrssicherheit und soll gefährliche Situationen verhindern. Ziel ist nicht, möglichst viele Verstöße festzustellen, sondern dass sich alle an die ausgeschilderte Verkehrsführung halten. Wer die Umleitung und die Verkehrsregeln beachtet, hat nichts zu befürchten.

(Erstellt am 28. Juli 2026)