Absage
Kein Zuschlag für Gartenschau 2031
Crailsheim hat den Zuschlag für die Gartenschau 2031 nicht erhalten. Nachdem die Stadt kurzfristig ihr Interesse als Ersatzkommune angemeldet hatte, entschied der Ministerrat nun zugunsten einer anderen Bewerberstadt. Zuvor hatte der Gemeinderat mehrheitlich signalisiert, dass Crailsheim bereit wäre, die Veranstaltung auszurichten und dafür mehrere geplante Stadtentwicklungsprojekte zu bündeln.
„Wir hätten diese Chance für Crailsheim sehr gerne genutzt“, bedauert Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. „Leider hat sich das Land anders entschieden. Vielleicht sind wir bei einem möglichen dritten Anlauf am Zug – nach unserer Bewerbung um eine Landesgartenschau und der Interessenbekundung für 2031.“
Land hatte angefragt
Crailsheim wird die Gartenschau 2031 nicht ausrichten. Wie das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mitteilte, hat der Ministerrat vor wenigen Tagen entschieden, welche Kommune als Ersatz für die ursprünglich vorgesehene Stadt Bretten die Gartenschau übernimmt. Die Bewerbung Crailsheims konnte sich nicht durchsetzen.
Auslöser für die kurzfristige Interessenbekundung war eine Anfrage des Landes, nachdem Bretten als Gastgeber abgesprungen war. Der Crailsheimer Gemeinderat hatte daraufhin mehrheitlich beschlossen, dem Land die Bereitschaft der Stadt zur Ausrichtung der Gartenschau zu signalisieren.
Projekte als Grundlage
Die Stadtverwaltung hatte zuvor geprüft, ob eine Umsetzung innerhalb der verbleibenden fünf Jahre möglich wäre. Grundlage wären unter anderem bereits geplante Projekte wie das Paradeis-Quartier sowie Freiraumplanungen in der Innenstadt mit Bereichen am Jagstufer, in der Grabenstraße, im Spitalpark und in der Trutenbachaue gewesen. Durch deren Bündelung hätten zusammenhängende Flächen von rund 20 Hektar entstehen können.
Bereits zuvor war Crailsheim im Landesprogramm „Natur in Stadt und Land“ als möglicher Standort für eine Landesgartenschau zwischen 2031 und 2036 im Gespräch gewesen, damals aber auch nicht zum Zug gekommen. Trotz der Absage sieht die Stadtverwaltung die Bewerbung als wichtiges Signal für die weitere Entwicklung der geplanten Projekte.