Freiraumplanung

Jury wählt Preisträger

Einige Menschen stehen hinter einer Tischreihe vor Plakatwänden
Die 15-köpfige Jury befasste sich intensiv und über Stunden mit den eingereichten Beiträgen.

Mit der Freiraumplanung sollen die Weichen für eine attraktivere und zukunftsfähige Innenstadt gestellt werden. Bei der Jurysitzung haben Fach- und Sachpreisrichter aus neun eingereichten Wettbewerbsbeiträgen vor Kurzem drei Preisträger bestimmt. Den ersten Preis erzielte die Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH aus Berlin. Alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge sind noch bis zum 12. Februar im Arkadenbau im Rathaus öffentlich ausgestellt.

In der Jurysitzung haben sich am vergangenen Dienstag insgesamt fünfzehn Fach- und Sachpreisrichter inhaltlich intensiv mit den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen für die Freiraumplanung für die Crailsheimer Innenstadt auseinandergesetzt. Das Preisgericht setzte sich zusammen aus Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer, Sozial- & Baubürgermeister Jörg Steuler, je einem Vertreter der fünf Gemeinderatsfraktionen sowie acht erfahrenen und renommierten Experten aus ganz Deutschland, zum großen Teil Landschaftsarchitekten.

Erster Preis einstimmig beschlossen
Insgesamt neun Wettbewerbsbeiträge waren fristgerecht eingereicht worden und wurden anonym, ohne dass die Jury die Ersteller der Beiträge kannte, in mehreren Wertungsrunden unter anderem hinsichtlich der Qualität des freiräumlichen und städtebaulichen Gesamtkonzeptes, des Mehrwerts für Kultur- und Stadtgesellschaft, der Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität für alle Ziel- und Altersgruppen, der Verknüpfung der Innenstadtbereiche, der Nachhaltigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit betrachtet.

„Nach einer intensiven und konzentrierten Auseinandersetzung über den gesamten Tag haben wir einstimmig den ersten Preis beschlossen“, berichtet Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. „Wichtig erscheint mir: Auch wenn der siegreiche Entwurf in der Darstellung auf den ersten Blick nicht der auffälligste Beitrag ist, überzeugte er die Jury durch seine fundierte Betrachtung der Crailsheimer Innenstadt, einen angemessenen Eingriff in bestehende Strukturen sowie die Herausarbeitung wesentlicher Leitideen, die insbesondere die Aufenthaltsqualität und die Schaffung atmosphärischer Plätze betont.“

Einige Menschen stehen auf einer Treppe und lächeln in die Kamera
Jury und Berater lachen nach getaner Arbeit gemeinsam in die Kamera.

Das sah auch die Jury so, die dem prämierten Entwurf bescheinigte, vor allem durch seine sensible Analyse des Ortes und die klare Leitidee zu überzeugen. Auf diese Weise sollen bestehende Plätze neu geordnet und als lebendige Stadträume erlebbar gemacht werden. Das Büro Franz Reschke hat dabei fünf Schwerpunktthemen herausgearbeitet, die die Klimaanpassung durch gezielte Begrünung und Regenwasserbewirtschaftung, die Aufwertung von Aufenthaltsqualitäten für Fußgängerinnen und Fußgänger, neue Nutzungsangebote für alle Generationen, die Inszenierung besonderer Orte durch maßvolle Beleuchtungskonzepte sowie ein behutsames Freilegen „versteckter Schönheiten“ im Stadtraum umfassen. Die Jury empfand den Vorschlag zudem als „stabiles Gerüst“ für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt.

Der zweite Preis geht an faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla Beratende Ingenieure Partnerschaftsgesellschaft mbB aus Freiburg und der dritte Preis wurde an adlerolesch FREIRAUM mit Büros in Nürnberg, Bayreuth, München und Kempten vergeben.

Im weiteren Verlauf des Verfahrens werden nun Verhandlungen mit den drei ausgewählten Büros geführt. Die letztliche Entscheidung über eine Beauftragung liegt beim Gemeinderat, der sich voraussichtlich in seiner Sitzung im April mit dem Thema befassen wird.
„Das Ergebnis ist eine tragfähige Basis, die heutige Anforderungen erfüllt und zugleich flexibel und offen ist für die Weiterentwicklung gemeinsam mit der Stadtgesellschaft und dem Gemeinderat“, so Dr. Grimmer abschließend.

Info: Alle eingereichten Entwürfe für die Freiraumplanung sind öffentlich im Crailsheimer Rathaus ausgestellt. Noch bis einschließlich 12. Februar können die Wettbewerbsbeiträge im ersten und zweiten Stock des Arkadenbaus zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Zusätzlich ist der Besuch der Ausstellung am Donnerstag, 22. Januar, bis 20.00 Uhr und am Samstag, 24. Januar, von 9.00 bis 13.00 Uhr möglich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Ressorts Stadtentwicklung sowie Mobilität & Umwelt stehen Interessierten für Fragen zur Verfügung.

(Erstellt am 21. Januar 2026)